Die Caesar-Verschlüsselung wird erstmalig bei dem römischen Geschichtsschreiber Suetonis erwähnt und Gaius Julius Cäsar zugeschrieben, der diese Verschlüsselung für vertrauliche Informationen verwendet haben soll. Sie ist eine soganannte "monoalphabetische Substitution", eine Verschlüsselung mit einem einzigen, festgelegten Schlüsselalphabet. Auch sein Großneffe Kaiser Augustus wird die Verwendung dieses Systems nachgesagt.

Diese Methode wird auch als ROTxy (z.B. ROT13) bezeichnet. ROT steht dabei als Abkürzung für Rotation, die angehängte Zahl für die Höhe der Rotation.

Vorgehen

Jeder einzelne Buchstaben wird durch einen anderen Buchstabe ersetzt. Das Schema sieht vor, dass es dabei zu einer Verschiebung um eine festgelegte Anzahl an Buchstaben kommt. Caesar soll eine Verschiebung um 3 Buchstaben verwendet haben. So wird aus einem A ein D, aus dem B ein E, usw.  

ROT13

 
Beispiel für einen verschlüsselten Hinweis

Eine besondere Variante der Caesar-Verschlüsselung ist die Verschiebung um 13 Stellen. Hier verschlüsseln sich zwei Buchstaben wechselseitig: aus A wird bei der Verschiebung das N und umgekehrt. Diese Methode ist im Cachen zur Standardverschlüsselung geworden. Die Cache-Hinweise (Hints) sind damit verschlüsselt, damit sie nicht sofort lesbar sind und auch bei Mysteries trifft man oftmals auf ROT13 als (Teil-)Verschlüsselung.

 

Literatur

  • Sgarro, Andrea; Dr. Würmli, Markus: Geheimschriften Weltbild 1991, ISBN 3-89350-162-2.