Wie verstecke ich einen Cache?

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Der erste eigene Cache


Der richtige Zeitpunkt für den ersten eigenen Geocache

Wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, den ersten Geocache zu verstecken, kann pauschal nicht beantwortet werden. Meist wird geraten, zuerst mal einige Dutzend Caches zu suchen um ein Gefühl dafür zu bekommen, was schöne Caches sind und was eher nicht. Unabhänging davon kannst du natürlich direkt beim ersten selbst gefundenen Cache einen gefunden haben, der dich so begeistert hat, dass er die Maßstäbe für alle später selbst versteckten Caches setzt. In jedem Fall lohnt es sich, mit dem Verstecken des ersten eigenen Caches zu warten, bis du sicher weißt, was bei anderen Cachern gut ankommt. Ein recht guter Indikator dafür sind die Logs der Mitcacher. Lies einfach mal durch, was die anderen Finder so geschrieben haben! Hat ihnen der Cache, den du gefunden hast, gefallen? Schon die Länge der Logs sagt viel aus. Lange Logs liest man vor allem bei besonders schönen, erlebnisreichen Caches und das sind die guten Caches …

Verantwortung

Den ersten Cache zu verstecken ist eine sehr aufregende Sache. Bevor du damit beginnst solltest du dir jedoch bewusst sein, dass du als Cachebesitzer auch einige Verpflichtungen eingehst. Sie sind in den Opencaching.de-Nutzungsbedingungen aufgeführt.

Vor allem wird es deine Aufgabe sein, den Cache in einem guten Zustand zu halten; mehr dazu unter Cachepflege. Je sorgfältiger du die folgenden Tipps berücksichtigst, desto pflegeleichter wird dein Cache sein.

Welches Schweinderl hätten's denn gern

Die nächste Überlegung, die man anstellen sollte ist, welche der Cachearten man verstecken möchte. Für den Anfang eignen sich besonders gut die Caches des Typs normaler Cache (Tradi), jedoch spricht auch nichts dagegen es, wenn man eine gute Idee hat, auch mit einem Rätselcache oder Multicache zu versuchen. Das ist Geschmacksache, sollte aber entschieden sein, bevor man sich auf die Suche nach der Location macht.

Die richtige Stelle für ein Cacheversteck

Lostplace katzenrod.jpg

Wenn man sich darüber klar ist, was für einen Cache man legen möchte, sollte als nächstes die Auswahl der Location folgen, an der der Cache gelegt werden soll. Für die Auswahl dieser Stelle gibt es Tausende von Möglichkeiten. Sei es in der Nähe einer Bank mit toller Aussicht, oder ein historischer Ort, oder eine Stelle, die für den Cacheleger/Owner eine besondere Bedeutung hat, oder, oder, oder. Hierbei sollte vor allem überlegt sein, ob man an diesem Ort selbst gerne einen Cache suchen und finden würde, und ob man anderen Cachern an bzw. zu dieser Stelle etwas zu sagen oder zu zeigen hat. Wenig beliebt sind z.B. die sog. Pisseckenmicros, die sich oft an Leitplanken an der Autobahn oder an Rastplätzen befinden. Hilfestellung können die sogenannten "Morsix-Regeln" geben.

Ist der Ort ausgesucht, folgt die Wahl des Versteckes (siehe unten unter Die fertige Dose verstecken). Dies sollte immer auch einem größeren Ansturm von Cachern standhalten können, ohne große Schäden an der Natur zu hinterlassen, bzw. sollte auch für die Augen von Nichtcachern/Muggeln unsichtbar sein. Daher ist der Busch direkt neben der Bank z.B. meist weniger geeignet als ein Busch oder Baum 10 m weiter hinten. Ein weiterer Faktor, den es zu bedenken gibt, sind die Jahreszeiten: Wie sieht es hier z.B. im Winter aus, wenn keine Blätter an den Bäumen sind? Ist der Cache dann immer noch gut getarnt?

Wenn es ein Multicache sein soll (z.B. ein Cache für Kinder, der eine Geschichte erzählt) spielt der Versteckort der einzelnen Stationen (Stages) eine weniger wichtige Rolle, denn hier ist dann die Geschichte das Ziel und nicht ein bestimmter Ort. Auch hier sollte man jedoch immer auf „Muggelsicherheit“ und jahreszeitliche Beständigkeit achten. Bei Stationen mit Aufgaben, die eine längere Lösungszeit benötigen, ist es dann immer recht praktisch, wenn eine Bank in der Nähe ist, aber leider lässt sich dies nicht immer einrichten.

Eine weitere Rolle spielt die Nähe zum Wohnort. Auch wenn es bei Opencaching.de nicht zwingend gefordert wird, sollte der Owner seinen Cache immer mit angemessenem Zeitaufwand erreichen können, denn hat man einmal einen Cache versteckt, ist man dafür verantwortlich solange es ihn gibt, d.h. bis er irgendwann ins Archiv wandert.

Die richtige Behältergröße

Diese kann oft schon am Ort des Geschehens ausgewählt werden, indem man sich fragt, einen wie großen Behälter man dort gut verstecken kann. Siehe hierzu Behältergrößen. Im urbanen Bereich wird sich die Behältergröße meist im Bereich Mikro, oder maximal klein bewegen. Diese Größe ist im Wald jedoch weniger geeignet, wenn auch auf größeren Runden bei Ownern sehr beliebt, weil preisgünstig. Wenn man für eine einzelne Dose jedoch einen kleinen oder längeren Spaziergang macht, sollte am Ende davon im Idealfall schon eine etwas größere Dose winken, die neben dem Logbuch auch noch einige Tauschgegenstände und Reisende aufnehmen kann. Im Finden eines solchen Schatzes liegt ja immerhin die Würze unseres Spiels.

Die richtige Dose

Ist die Cachegröße gewählt, ist nun die Wahl der Art der Dose dran.

PETling

Für die Cachegröße Mikro sind Filmdosen (diese haben den Vorteil kostenlos, aber den Nachteil u. U. nicht 100 % dicht zu sein) oder sog. PETlinge am beliebtesten. PETlinge sind die Rohlinge von PET-Flaschen und haben etwa Größe und Form eines Reagenzglases. Mit dem bereits fertigen Gewinde am Flaschenhals kann man diese mit einem normalen Flaschenverschluss 100 % dicht machen. Jedoch sind PETlinge im Einzelhandel (außer in speziellen Geocaching-Läden) nicht erhältlich; man bekommt sie nur im Internet über einschlägige Shops oder im Onlineauktionshaus. Eine Alternative sind Arznei- oder Kosmetik-Plastikbehälter mit Schraubdeckel; sie sind meist ebenfalls ausreichend wasserdicht.

kleine Lock&Lock-Dose

Ab der Cachegröße klein eignen sich am besten die sog. Lock&Lock-Dosen; es müssen auch nicht die originalen sein. Es gibt schon recht günstige Nachahmer, die den gleichen Zweck erfüllen. Diese Dosen zeichnen sich dadurch aus, dass sie aufgrund des in den Rand eingearbeiteten Gummis extrem dicht sind und dass man beim Wiederverschließen wenig falsch machen kann; so bleibt der Inhalt dauerhaft trocken. Es eignet sich aber auch jede andere wirklich dichte Dose. Muttis Tupperware ist sicherlich zu teuer, wäre aber auch bestens geeignet. Bei den Dosen sollte man immer auf das Preis- Leistungsverhältnis achten, denn es kann immer passieren, dass so eine Dose mal gestohlen/gemuggelt wird, und dann ist der Ersatz durch eine neue Dose schon ärgerlich.

Munitionskiste

Für die Größe normal sind Munitionskisten im Militaryshop oder in einschlägigen Shops im Internet zu erwerben. Sie kosten zwar in der Anschaffung ein paar Euro, sind dafür aber sehr robust und ebenfalls recht wasserdicht. Außerdem verfügen sie meist aufgrund ihrer Lackierung über eine natürliche Tarnung.

Als noch größere Behälter eignen sich z.B. Fässer aus dem Angel- oder Kanusport, Regentonnen mit dichtem Deckel etc. Da diese Dosengröße jedoch sehr selten ist, wird hier nicht näher darauf eingegangen.


ungeeigneter Behälter

Überhaupt nicht als Cache im Freien geeignet sind Gläser, z.B. Marmeladengläser. Anfangs noch dicht, fängt der Deckel nach kurzer Zeit an zu rosten und wird undicht. Genauso unbrauchbar sind Metalldosen: Früher oder später ist der Deckel festgerostet; hier macht das Heben keinen Spaß mehr.

Ebenfalls sehr unbeliebt: der “Tütencache“, auch Subbeltüte genannt. Hier wird um eine eigentlich ungeeignete, weil nicht dichte Dose eine Tüte gewickelt um die Dichtigkeit der Dose zu erhöhen. Wie diese Tüte nach ½ Jahr im Wald aussieht, riecht und sich beim öffnen anfühlt, kann sich sicher jeder vorstellen. Daher Bitte Bitte nicht!!!!

Letzten Endes bleibt natürlich jedem selbst überlassen, was für eine Dose er versteckt. Dies hier sind nur Tips und Hinweis, um mögliche Stolperfallen zu umgehen.

Was gehört in einen Cache

Cacheinhalt

In einem Cache muss auf jeden Fall ein Logbuch und möglichst ein Stift sein (hier ist ein Bleistift sinnvoll, da dieser auch bei Nässe und Frost schreibt). Des Weiteren ist eine Cache-Notiz sinnvoll. Darauf sollten Kontaktdaten des Besitzers vermerkt sein (diese sind in jedem Geocache Pflicht) sowie Hinweise zum Loggen und verstecken. Gibt es die Dosengröße her, können bzw. sollten auch ein paar Tauschgegenstände und/oder Reisende mit in die Dose.

Hier im Wiki findest du auch Vorlagen zum Ausdrucken für Logbücher, Hinweise etc.

Was gehört nicht in die Dose

Siehe Tauschgegenstände.

Die fertige Dose verstecken

Wenn die Überlegungen und Vorbereitungen abgeschlossen sind und die Dose gefüllt ist, geht es raus in die Natur, um die Dose zu verstecken. Beim Verstecken immer darauf achten, dass der Cache mit Materialien (im Wald z. B. Blättern, Stöcken, Steinen) aus der Umgebung gut abgedeckt und vor Muggelaugen sicher ist. Dennoch sollte er natürlich für den geschulten Blick erkennbar sein, ohne die ganze Umgebung umzupflügen.

Geeignete Verstecke sind zum Beispiel hohle alte Baustümpfe, verwinkelte Wurzelhöhlungen, Vertiefungen im Boden (natürlich vorhanden, oder ausgehoben), Höhlungen in großen Astgabeln, Ansammlungen von Steinen usw.

Absolut verpöhnt sind an lebenden Bäumen festgeschraubte oder -genagelte Dosen, Schilder etc. Wenn du etwas irgendwo festschrauben/nageln möchtet, findet sich ganz bestimmt ein geeigneter Baumstumpf dazu, oder aber das, was befestigt werden soll, wird mit Kabelbindern o. ä. (jedenfalls Dingen, die nicht so leicht in den Baum einwachsen können) am Baum befestigt. Solche Befestigungen sollten dann regelmäßig überprüft und ggf. erneuert werden, um dem Baum Platz zum Wachsen zu lassen.

Koordinaten messen

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Zum Koordinaten-Einmessen eignen sich am besten GPS-Geräte. Die Handyapp ist hierzu leider weniger geeignet, außer bei ganz modernen Geräten, weil der GPS-Empfang hier einfach nicht so gut ist und dadurch die Koordinaten recht ungenau sind. Auch GPS-Koordinaten in Online-Karten sind meist nicht hinreichend genau.

Es reicht nicht, sich vor den Cache zu stellen und im Gerät auf „Wegpunkt setzen“ zu klicken. Die Koordinaten sollten so gemessen werden, dass der Cache aus mehreren Richtungen aus größerer Entfernung angegangen wird und jeweils dann eine Koordinate genommen wird. Daraus kann man dann meist einen recht guten Mittelwert errechnen. Viele Geräte haben auch eine „Positon mitteln-Funktion“, die hier helfen kann. Auch diese sollte jedoch mehrfach, aus verschiedenen Richtungen kommend verwendet werden und ein Mittelwert errechnet werden. Der ermittelte Wert ist dann die Cachekoordinate, die später in der Beschreibung ganz oben steht, und sollte gut notiert werden.

Der Vollständigkeit halber kann zusätzlich auch ein Parkplatz angegeben werden, am besten als zusätzlicher Wegpunkt; dazu an einer zum Parken geeigneten Stelle den oben beschriebenen Vorgang wiederholen. Da ein Auto ja doch größer als ein Geocache ist, reicht hier im Normalfall auch das einmalige Setzen eines Wegpunktes.

Der Testlauf

Wenn du dich für einen Multi- oder Rätselcache entschieden hast, ist es durchaus sinnvoll, nach dem Verstecken und dem Messen der Koordinaten einen so genannten Betatest machen zu lassen. Und dabei ist es vollkommen egal, ob du deinen ersten Cache versteckst oder bereits 20 Caches versteckt hast. Dieser Test soll sicher stellen, dass das, was du dir ausgedacht hast, so auch funktioniert. Dass z. B. das Rätsel lösbar ist, und dass als Ergebnis auch wirklich die richtige Koordinate herauskommt. Ober bei einem Multicache, dass alle Koordinaten an den richtigen Stellen versteckt sind (häufig vorkommender Flüchtigkeitsfehler: Koordinate der zu suchenden Dose ist in DER Dose drin) und vor allem, dass auch alle Verstecke gefunden werden können.

Ganz ohne es zu wollen und auch zu merken, schleichen sich bei komplexeren Geocaches schnell Fehlerchen wie Zahlendreher in den Koordinaten o.ä. ein. Da ist es sehr vorteilhaft, wenn das vor der Veröffentlichung jemandem auffällt und man diese Fehler noch ausmerzen kann, bevor der FTF-Jäger daran scheitert. Hierbei ist es auch durchaus von Vorteil, wenn den Betatest nicht die besten Freunde machen (weil die wissen, wie man „tickt“ und ihnen ein Fehler dann evtl. auch nicht auffällt), sonder evtl. sogar ganz fremde Cacher (aus der Homezone). Ein Betatest ist für viele eine große Ehre; daher wird wohl kaum jemand nein sagen, wenn er per Mail gefragt wird, ob er Lust hat, einen ganz neuen Geocache testen.

Und nun?

Herzlichen Glückwunsch, du hast Deinen ersten Geocache versteckt. Jetzt geht es nach Haus um das Listing zu schreiben.